VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Sektion Graubünden
VCS / ATE / ATA
26.07.2017

Bahn- statt Autobahnausbau

autobahn

Die Diskussion jeden Sommer um den zunehmenden Reiseverkehr über die A13 und dies zudem als Ausweichroute zum Gotthard, lässt auch immer wieder den gleichen Schluss zu: Wer Strassen säht, erntet Verkehr.

Der Ruf nach vier Spuren auf der San Bernardinostrecke letzlich vom Bodensee bis Thusis ist der falsche Weg: Zusammen mit der von Vorarlberg geplanten Autobahnverbindung von der Österreichischen A14 auf die A13 und dessen Ausbau, würde noch mehr Reisende an Graubünden vorbei in den Süden schleusen. Damit wäre die Ausweichroute zum Gotthard noch attraktiver. Wenn mal der Gotthard mit der zweiten Strassentunnelröhre ausgebaut ist, werden viele sogar die kürzere Alternative zum Brenner durch die Schweiz in den Süden nehmen. Was immer bleibt ist der Stau im Sommer. Einfach mit noch mehr Autos auf mehr Spuren auf der A2 und A13.

Daher soll die Bahn ausgebaut werden: Halbstundentakt von St. Gallen, Konstanz (Basel-Stuttgart), St. Margrethen mit Anschluss zu Bregenz (Lindau-München), Buchs (Feldkirch-Wien) bis zum Eisenbahnknoten Sargans (Bus Liechtenstein) mit Umsteigen nach Chur, einige Züge direkt von Deutschland via Zürich oder Konstanz bis Chur. In Landquart und Chur wird der SBB-Halbstundentakt von der RhB in Zukunft nach Davos, Thusis, Oberengadin (Vereina und Albula) und Ilanz bedient. Damit kommen auch mehr Gäste nach Graubünden per Bahn, die gar nicht mehr in den heissen Süden fahren und im Stau stecken wollen.

Und den Einheimischen im Alpenrheintal und in ganz Graubünden ist besser damit gedient.

Leserbrief von Stefan Grass, Chur in SOGR und BT

Dokumentation Alpenrheinbahn statt Autobahnverbindung A13-A14

Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Graubünden

Kontaktinformationen

Stefan Grass, Präsident VCS Graubünden, Chur: 081 250 67 22